Neuste Ausgabe

Kneipenweltreise nach Griechenland, Puerto Rico und China

Vor allem im Winter träumt man gern vorm Kamin von fernen, exotischen Ländern. Von Orten, an denen es anders, an denen es wärmer ist. In der Umgebung gibt es viele Gastronomien, in denen man zumindest für ein paar Stunden in ein anderes Land tauchen kann. In unserer Kneipenweltreise geht es diesmal in gleich drei weit entfernte Gebiete.

                                                                                               

Griechenland    Zorbas, Mönchengladbach

Yamas! Natürlich ist das bekannte ‚Zorbas‘ am Schillerplatz ein Restaurant. Aber darüber hinaus erfüllt der charmante Grieche alle Anforderungen an eine echte Kneipe, sogar durchaus mit studentischem Charme. Wild hängen Konzertplakate an der Backsteinwand, an den Holztischen unterhält man sich laut, am Tresen scheppern die Biergläser zweier Stammgäste aneinander. Bereits seit rund 30 Jahren darf im ‚Zorbas‘ geraucht werden, was den nervösen Borussia-Fans, die auf den TV-Monitor starren, natürlich entgegen kommt. Das hier ist nicht der kitschige Grieche mit antiken Säulen und Volksmusik, sondern eher eine Nachbarschaftsgastronomie, in der man – ganz nebenbei – auch hervorragend essen kann.

 

 

 

 

Puerto Rico     Pazific Bar, Köln

Mehr als 250 verschiedene Cocktails auf der Karte lassen von der Ferne träumen. Aloha-Musik, Hula-Kränze und Papierschirmchen sucht man hier allerdings vergebens, die ‚Pazifik Bar‘ auf der Kyffhäuserstraße nahe dem Bahnhof Köln-Süd erinnert eher an eine coole Hotelbar. In gemäßigter Lautstärke kann man sich bei zurückhaltender Drum’n’Bass-Musik unterhalten. „Wir wollten eine Bar schaffen, in der die Qualität der Drinks im Vordergrund steht und wo ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis herrscht“, so Inhaberin Michèle Linder. Sie verspricht, dass nur hochwertige Spirituosen und frische Zutaten verwendet werden. Die Cocktails sind dafür nicht wirklich günstig, weswegen viele zur Happy Hour in die ‚Pazifik Bar‘ strömen.

 

 

China    Shuyao, Düsseldorf

‚Shuyao‘ steht an der Fensterscheibe auf der Düsseldorfer Königsallee, Hausnummer 60d. In diesem modern verglasten Gebäude lässt sich die Großstadthektik für ein paar ruhige Minuten oder auch Stunden verdrängen. Denn ‚Shuyao‘ ist chinesisch und bedeutet so viel wie ‚Ort, um die Sorgen des Alltags hinter sich zu lassen‘. Ein Schritt durch die Eingangstür dieser Teelounge und man fühlt sich tatsächlich im Fernen Osten. Es kann aus über 100 Teesorten in ganzer Blattqualität gewählt werden. Nicola Baumgartner gründete, inspiriert von der 5000-jährigen fernöstlichen Teehaus-kultur und deren Lebensweisheiten, das ‚Shuyao‘. Es ist alles andere als eine Kneipe – aber da der Tee das Nationalgetränk der Chinesen ist, kann die Teestube  ruhigen Gewissens als Fernost-Kneipe bezeichnet werden. Das Unternehmenscredo: „Genieße das Jetzt, um das Morgen zu meistern.“ Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.   mle