Neuste Ausgabe

Dieses Kribbeln im Bauch …

Kategorie(n): Lebensart

Spüren Sie es auch? Zartes Grün und kräftiges Himmelblau ersetzen das ewige Grau in Grau, die Sonne lugt morgens
öfter durchs Fenster und sorgt für angenehmere Temperaturen. Die Laune steigt, die Gesichter der Menschen werden freundlicher, plötzlich erscheint alles etwas leichter und einfacher. Vor allem aber wirkt das andere Geschlecht auf einmal noch anziehender. Ja, der Frühling und die legendären Frühlingsgefühle haben die Welt fest im Griff.

In diesem Jahr werden Sie nach dem besonders harten, langen Winter das Neuerwachen der Natur und die damit verbundenen Emotionen wahrscheinlich besonders intensiv erleben. Und trotzdem: Dieses mitreißende Kribbeln, das allgemein als Frühlingsgefühl bezeichnet wird, hat eigentlich eine sehr nüchterne, sachliche Basis. Grund genug, einmal mit den geläufigen Vorurteilen aufzuräumen und das ganze Thema ein wenig zu entromantisieren.

Eine wichtige Rolle spielen natürlich die Hormone. Allen vorweg Melatonin, das Schlaf- und Serotonin, das Glückshormon. In den dunklen Wintermonaten produziert der Körper mehr Melatonin – ein Relikt aus Zeiten des Winterschlafs. Studien haben jedoch erwiesen, dass sich dieser Botenstoff negativ auf das Wohlbefinden auswirken kann. Die sogenannte Winterdepression ist also kein Ammenmärchen. Wird es wieder heller, geht die Produktion zurück, Sie fühlen sich wieder munterer und aktiver. Mehr Licht kurbelt zugleich die Serotonin-Produktion an, was erklärt, dass Sie euphorischer und fröhlicher sind. Sexualhormone bleiben also außen vor. Übrigens werden die meisten Kinder sowieso nachweislich rund um den September und über die Weihnachtstage gezeugt. Die Flirtlaune im Frühling wächst zwar, die Auswirkung auf die Bevölkerungszahlen ist aber erst einmal eher gering.

Sie genießen den Frühling mit allen Sinnen, hauptsächlich sogar mit der Nase. Vielleicht sind Sie ja überrascht zu erfahren, dass Sie duftgesteuerter sind, als bislang vermutet. Ja, Sie können den Frühling riechen! Schließen Sie einmal die Augen und erinnern sich an den typischen Duft der Natur zu Beginn der wärmeren Jahreszeit. Ihnen kommt ein dezent süßlicher Duft in den Sinn, richtig? Leider müssen auch hier die Romantiker, die diese Aromen einzig auf die ersten Blumen zurückführen, enttäuscht werden. Sie riechen eigentlich modriges Laub und feuchten Boden – kurz, die letzten Reste des Winters. Diese Gerüche rufen im Unterbewusstsein trotzdem positive Emotionen hervor, roch es doch schon immer so, kurz bevor die Welt sich mit aller Macht in ihr farbenprächtiges Sommerkleid hüllte.

Doch kommen wir auf den Punkt: Um ‚Frühlingsgefühle‘ wirklich erleben zu können, sollten Sie das Haus verlassen. Natürlich fällt dies bei steigenden Temperaturen und längeren Tagen leichter. Die Lust auf Erkundungstouren durch die Landschaften steigt – immer öfter sogar mit Fahrzeugen ‚oben ohne‘. Möglichkeiten, das Frühlingserwachen mit und ohne Cabrio zu genießen, gibt es dazu mehr als genug. Alleine ein spontaner Besuch in einem Biergarten bietet schon eine gute Gelegenheit, zumindest ein paar Stunden an der frischen Luft zu verbringen. Wer nicht nur ‚rumsitzen‘, sondern an der Bikini-Figur arbeiten möchte, sollte über sportliche Aktivitäten im Freien nachdenken. Biken, Ausflüge zum Golf oder lange Spaziergänge – nur drei der beliebtesten Freizeitvergnügen hier am Niederrhein.

Welche Frischluftaktion Sie auch bevorzugen – Hauptsache Sie lassen sich vom Anfang der neuen Jahreszeit mitreißen und sich von ihrer Energie anstecken. Romantiker oder nicht, genießen Sie diese Frühlingsgefühle!

Laura Schröer