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Wie aus einer Party-Idee gutes Essen wird

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Letzten Monat ging es an dieser Stelle noch um die Frage: Was mache ich nach der Schule? Heute geht es schon darum, welche Aufgaben Studierende erwarten können. Für Heiko Hagelstein war sein Studienfach das letzte Puzzlesteinchen, das noch gefehlt hat, um genau ’sein Ding‘ zu finden.

Eine Party-Idee

Nach seiner Ausbildung zum Koch begann Heiko 1991 das Studium der Oecotrophologie an der Hochschule Niederrhein. „Ich war an mehr als nur der Standardküche interessiert“, erzählt er. „Ich wollte mehr Hintergründe entdecken und verstehen“. Und wie so oft im Leben führte ihn dann eine ganze Reihe von Zufällen genau dorthin, wohin er eigentlich schon immer wollte.

Auf einer Party entstand die Idee, zusammen mit einem Freund parallel zum Studium unternehmerisch tätig zu werden. So eröffneten sie einen Kopiershop mit angrenzender Werbetechnik. Wie der Zufall es wollte, befand sich das Unternehmen ganz in der Nähe des ‚Goody Foody‘. Beide Studenten waren begeistert von dem Restaurant und seiner – dem Namen getreu – ‚gesunden‘ Speisekarte. Zwei weitere Jahre vergingen, bis sie es spontan von den damaligen Besitzern erwarben.

Wieder eine neue Aufgabe, der sie mit viel Engagement und Idealismus begegneten. Das Goody Foody entwickelte sich so prächtig, dass sich Heiko schließlich exmatrikulierte, um sich ganz auf die Restaurantbranche zu fokussieren. 14 Jahre sind seitdem vergangen.

Gutes Essen

Doch das, was er in seinem Studium über Ernährung, Lebensmittel und zeitnahe Verbraucherpolitik gelernt hat, prägt und verändert das Goody Foody bis heute. Frisches, schnelles und vor allem gesundes Essen steht im Mittelpunkt. Wochentags von 9 bis 18 Uhr serviert man hier vollwertige, saisonal abgestimmte Speisen, die meist glutenfrei und vegetarisch zubereitet werden. Aber auch Fleisch steht hin und wieder auf der Speisekarte. So kommen Neugierige dann auch von weiter her, um zum Beispiel in der Winterzeit wärmende Eintöpfe zu probieren.

„Gut und gesund zu essen hat ganz viel mit Vertrauen zu tun“, erklärt Heiko. Dies ist auch der Grund, wieso für ihn keine Systemgastronomie infrage kommt. „Ein Gericht steht und fällt mit der Person, dies es zubereitet und Naturprodukte lassen sich aufgrund ihrer individuellen Eigenschaften und speziellen Verarbeitung schwer standardisieren“. Aus vielen kleinen Details kreiert man auf der Stephanstraße so ständig etwas Neues.

Man nehme beispielsweise die klassische Folienkartoffel: Bei Heiko kommt sie als rohe und naturbelassene Frucht in den Ofen und wird dort ohne Folie und Vorgaren frisch gebacken – das Ergebnis sollten sich Hungrige selbst auf der Zunge zergehen lassen. Aber auch die Salate, Aufläufe, Suppen und frische Säfte sind voll von Dingen, die vor allem eines sind – gesund und lecker.

Teresa Laukötter

 

Wärmer und bunter werden die Aussichten auf den Winter auch mit dieser Kürbis-Apfelsuppe à la Goody Foody:

Kürbis-Apfelsuppe mit Curry & Waldblütenhonig

Zutaten für 4 Personen
800 g Hokkaidokürbis
3 Äpfel (z. B. Elstar)
2 Schalotten , 1 Knoblauchzehe
½ kleine Chilischote ohne Kerne
je 1 EL Butter und Honig
1 TL Currypulver , 1 Prise gemahlener Kardamom
100 ml trockenen Apfel- oder Weißwein
800 ml Gemüsefond, 100 ml Sahne
Salz und Pfeffer aus der Mühle
4 EL Kürbiskerne , 2 EL Kürbiskernöl
1 Bund Schnittlauch, fein geschnitten

Zubereitung
Kürbis und Äpfel gut waschen, entkernen und mit Schale in
daumennagelgroße Würfel schneiden.
Schalotten und Knoblauch schälen, Chilischote entkernen. Alles in feine Würfel schneiden und in Butter glasig dünsten. Dann die Kürbiswürfel und Äpfel zugeben und mit Currypulver bestäuben. Alles mit dem Wein ablöschen und etwas einkochen lassen. Gemüsefond zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und bei mittlerer Hitze zugedeckt circa 10 Minuten köcheln lassen,
bis die Kürbiswürfel weich sind.

Die Kürbiskerne grob durchhacken und in einer Pfanne
ohne Fettzugabe rösten, bis sie zu duften beginnen, dann
beiseitestellen.

Die Kürbissuppe mit Pürierstab oder Mixer fein pürieren und
im Topf noch einmal erhitzen – nicht kochen! Sahne unterrühren, mit Salz, Pfeffer und Kardamom abschmecken und alles
mit dem Pürierstab schaumig aufmixen.

Die Suppe auf Teller geben. Geröstete Kürbiskerne und etwas Schnittlauch aufstreuen. Kürbiskernöl und den Honig darüber träufeln und genießen.

 

Goody Foody
Stephanstraße 7 | MG
www.goodyfoody.de

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