Neuste Ausgabe

Wenn möglich, Bitte wenden // Dezember 2013

Mehr als 55 Millionen PKWs sind in Deutschland zugelassen. Vorsichtig geschätzt besitzt jeder dritte Autofahrer auch ein Navigationssystem – entweder die fest eingebaute Variante oder aber ein mobiles System. Doch obwohl sich fast jeder von uns mehrmals im Monat von der vertrauensvollen Dame im ‚Navi‘ auf seinen Wegen leiten lässt, wissen nur die wenigsten, wie so ein Navigationssystem überhaupt funktioniert.

Man gibt eine Adresse oder einen Ort ein, drückt auf ‚Zielführung starten‘ und schon zeigt uns der technische Wegweiser eine Strecke an, auf der wir sicher an unser Ziel gelangen. Haben Sie sich schon einmal gefragt, woher das Navigationssystem immer den richtigen Weg kennt? Um keinen Streit mit Informatikern, Mathematikern und Algorithmikern vom Zaun zu brechen, sei gleich zu Beginn gesagt, dass seine Funktionsweise sehr komplex ist, sodass wir Ihnen lediglich das grundsätzliche Prinzip verständlich erklären möchten.
Um die Streckenführung zu berechnen, benötigt das Navigationssystem die Hilfe des GPS Systems.

Das Global-Positioning-System ist ein System zur Positions- und Zeitbestimmung von GPS-fähigen Geräten mit einer Genauigkeit von mehr als 10 Metern. Die Satelliten befinden sich auf vordefinierten Umlaufbahnen im All. Daher ist ihre genaue Position bekannt. Das Navigationssystem hat die Möglichkeit, mit mehreren von ihnen gleichzeitig zu kommunizieren.

Stellen Sie sich vor, jeder Satellit sendet an Ihr Navigationssystem seinen Namen, seine aktuelle Position auf der Umlaufbahn und die Uhrzeit, zu der er diese Daten abgeschickt hat. Das Navi in ihrem Auto empfängt diese Daten und kann aus der Differenz zwischen Sende- und Empfangszeit die Entfernung zwischen Auto und Erdtrabant berechnen. Wenn diese Berechnungen mit mehreren Satelliten sehr kurz hintereinander durchgeführt werden, kann die genaue Position auf der Erde sehr genau bestimmt werden. Da die Uhr im Navigationssystem selbst viel zu ungenau ist, führt es die Berechnungen mit fünf bis acht Satelliten gleichzeitig durch und kann somit Fehler und Schwankungen in den Positionsberechnungen ausgleichen.

Jetzt wissen Sie bereits, wie der technische Navigator seine aktuelle Position bestimmen kann. Wie er den schnellsten Weg findet, erläutern wir in der Januar-Ausgabe.

Wir wünschen Ihnen eine gute und sichere Fahrt durch die dunkle Jahreszeit. Und denken Sie daran, das Navigationssystem nicht während der Fahrt zu bedienen …

Fabian Stevens