Neuste Ausgabe

100 Jahre exzellente Schmuckkultur

Kategorie(n): Allgemein

1914 machte Heinrich Krebber sein Hobby zum Beruf und gründete ein Uhrengeschäft in Duisburg-Homberg. Sein Sohn eröffnete 40 Jahre später an der Limitenstraße in Rheydt ein Juweliergeschäft. Heute wird das traditionsreiche Familienunternehmen von Daniela Krebber-Herwig geführt, der Enkelin des Gründers. Sie hat es zu einem der Top 100-Juweliergeschäfte in Deutschland gemacht.

Im Schaufenster von Krebber zeigt sich ein Bild feinster Juwelierkunst. Ketten und Ringe aus Gold und Silber, Colliers und Armbänder mit funkelnden Edelsteinen und hochwertige Uhren werden präsentiert. Mit Uhren hat auch die Geschichte des Familienunternehmens begonnen. „Mein Großvater war eigentlich Postangestellter“, erzählt Daniela Krebber-Herwig, die das Unternehmen in dritter Generation führt. In seiner Freizeit habe er sich mit Leidenschaft der Feinmechanik gewidmet. „Zuerst hat er Wecker repariert“, berichtet seine Enkelin. „Das hat er so weit ausgebaut, bis er ein Fachmann für komplizierte Feinmechanik war.“ Das war die Zeit, in der Heinrich Krebber sein Hobby zum Beruf machte und in Duisburg-Homberg ein kleines Geschäft eröffnete.

Dass es heute das Geschäft an der Limitenstraße gibt, ist einem Verbot zu verdanken. „Mein Vater wollte eigentlich Medizin studieren, aber die Alliierten haben es verboten“, erzählt Daniela Krebber-Herwig. So machte Theo Krebber eine Ausbildung zum Uhrmachermeister.

Nach dem Krieg waren es wieder Wecker, mit denen das Unternehmen einen neuen Aufschwung erlebte. „Alles war zerbombt, es gab keine Waren zu kaufen“, berichtet die 43-Jährige. Ihr Vater habe leere Kartuschen von Flakgeschützen eingesammelt, aus denen er bei Junghans in Scharmberg Wecker fertigen ließ. Die Kartuschen wurden in Güterwagons durch die Besatzungssektoren geschmuggelt und gegen Bezugsscheine von 10 und 15 Reichsmark abgegeben. Noch heute arbeitet Krebber mit der Firma zusammen.

Für die Wecker standen die Kunden Schlange. Das taten sie auch bei der Eröffnung des Geschäfts an der Limitenstraße am 8. Mai 1954. Das Atlantis-Haus war gerade neu gebaut worden und die Eröffnung des benachbarten Kinos spektakulär. Auch vor den Krebber-Schaufenstern standen die Passanten in Trauben, um Schmuck, Uhren und Tafelsilber zu bewundern.

Aber nicht nur Kunden wurden angezogen. Kurz nach der Eröffnung raubten Diebe das Geschäft nachts aus – während die Familie in den Privaträumen dahinter friedlich schlief. „Es war nichts mehr da“, sagt Daniela Krebber-Herwig. Die Lieferanten ermöglichten den Neustart und liehen dem Jung-Unternehmer Theo Krebber das Warensortiment.

Seitdem schreibt das Familienunternehmen an seiner Erfolgsgeschichte. „Inzwischen kommen einige Kundenfamilien in dritter oder vierter Generation zu uns“, freut sich die Unternehmerin. „Manche Hochzeitspaare erzählen uns, dass schon ihre Eltern und Großeltern bei uns ihre Trauringe gekauft haben.“ Auch andere besondere Momente wie Geburten, Goldhochzeit oder bestandene Prüfungen teilen sie mit dem Krebber-Team.

Warum sie ihrem Juwelier Krebber all die Jahre die Treue halten, hat das Schmuck Magazin formuliert: Mit Herzlichkeit, Service und außergewöhnlichen Schmuckstücken im einladenden Ambiente steht Krebber für ‚Exzellente Schmuckkultur‘. Die Fachzeitschrift kürte das Unternehmen dafür zum zweiten Mal in Folge zu einem der ‚Top 100 Juweliere‘ in Deutschland und dem deutschsprachigen Raum.

Garnet Manecke

 

Limitenstraße 55
MG-Rheydt
Fon 02166.949940
www.juwelierkrebber.de