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Ein Karnevalswochenende ohne Rumtata

Kategorie(n): Kultur//Reisen

Konzert

 

Am Karnevalswochenende unter Leute zu kommen, ist kein Problem – die Kneipen und Clubs im Urbano-Sektor sind wie jedes Jahr voll. Was aber tun, wenn man der Fünften Jahreszeit entfliehen möchte? Fünf Tipps für ein paar Tage ohne Pappnase.

Afro statt Alaaf
Nein, der Stuttgarter Hip Hopper Afrob steht nicht unbedingt im Verdacht, ein erklärter Karnevalsfan zu sein. Und selbst wenn: Das ‚Trömmelsche‘ wird man vom Rapper wohl kaum hören, vielmehr wird es im Konzert seiner ‚Push‘-Tour um die Hits seines im vergangenen Jahr veröffentlichten Albums gehen. Die Clubs will das ‚Reimemonster‘ mit Rap in Reinkultur unter Feuer setzen – und die Gäste in der Krefelder Kulturfabrik werden genau das von ihm erwarten.

Freitag, 13. Februar | 20 Uhr | VVK 18 €
Kulturfabrik Krefeld | Dießemer Straße 13 | Krefeld
www.kulturfabrik-krefeld.de

 

Pinball statt Pappnase
Im Messajero finden schon traditionell am Nelkensamstag und Rosenmontag Konzerte der Mönchengladbacher Kulttruppe ‚Pinball Rock’n’Roll Band‘ statt. Traditioneller Rock’n’Roll à la Chuck Berry, Jerry Lee Lewis oder Elvis Presley locken das meist ältere Feierpublikum. Natürlich bedeuten die Hits der 50er und 60er Jahre auch Pettycoat, High Heels und Blue Suede Shoes, und wer möchte, kann sich auch dementsprechend verkleiden. Dennoch wird Leadsänger Klaus ‚Elvis‘ Elschenbroich, das Urgestein der Gladbacher Musikszene mit 50 Jahren Bühnenerfahrung, ganz sicher keine Pappnase tragen.

Samstag, 14. Februar und Montag,
16. Februar | 20.45 Uhr | VVK 10 €
Messajero | Sophienstraße 17 | MG
www.messajero.com

 

Bundesliga statt Bützchen
Die Macher des Bundesliga-Spielplans hatten offenbar einen besonderen Einfall: ein Heimspiel für Borussia am Karnevalswochenende. Und dann auch noch gegen den 1. FC Köln! Natürlich wird das Mönchengladbacher Prinzenpaar kommen, natürlich kommen einige Fans sicher im Kostüm in den Borussia-Park – und natürlich werden die VfL-Fans die FC-Fans wieder mit ihrer Verballhornung des Klassikers ‚Kölle Alaaf‘ aufs Korn nehmen. Dennoch: An diesem Nachmittag geht es nicht um möglichst viele Bützchen, sondern um möglichst viele Tore und Punkte. Wer sich noch Tickets für das sportliche Treffen der Frohnatur-Hochburgen sichern konnte, darf sich glücklich schätzen, denn das Spiel ist restlos ausverkauft. Alle anderen können die Begegnung selbstverständlich in den Sportbars oder gemütlich auf der Couch mit Sky erleben.

Samstag, 14. Februar | 15.30 Uhr
Borussia-Park | Hennes-Weisweiler-Allee 1 | MG
www.borussia.de

 

Gitarren statt Narren
Ein altes Sprichwort sagt: Wer Karneval im Rheinland überleben will, der muss für dieses Wochenende auswandern. Was aber tun, wenn man in Düsseldorf festsitzt, aber nicht schnell genug aus der Landeshauptstadt kommt? Dann bietet das ‚Tube‘ immerhin eine Alternative mit Niveau: ‚Hey ho, let´s go‘ statt ‚Hölle, Hölle, Hölle‘, locken die Veranstalter und versprechen: „Gitarren gegen Narren“. Der jecke Schlager hat also hier im Herzen der Altstadt Sendepause und muss Punkrock, Garage oder Indie weichen: „Auch wir können tagelang mit Stil und toller Musik feiern. Selbst wenn der Rest der Altstadt im Ballermann-Wust versinkt.“

Donnerstag, 12. Februar und Montag, 16. Februar
ab 15 Uhr | The Tube | Kurze Straße 9 | D’dorf
www.the-tube-club.blogspot.com

 

Hoppeditz statt Halt Pohl
Einen einzigen echten Karnevalstipp haben wir für alle Karnevalsmuffel: die Hoppeditz-Beerdigungen, die die Mönchengladbacher Karnevalsgesellschaften an verschiedenen Punkten am Veilchendienstag in der Stadt durchführen. Dann, wenn der närrische Treck durch die Vitusstadt gezogen ist, wird die Strohfigur unter Tränen verbrannt. Die Karnevalsmuffel haben es geschafft, und es ist Pause bis zum 11.11. Aber dann geht das Spielchen wieder von vorne los …

Dienstag, 17. Februar | abends
z. B. Pfarrheim Hardterbroich | MG
www.moenchengladbach.de mle