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Hören mit den Ohren – verstehen mit dem Gehirn // Juni 2016

Kategorie(n): Allgemein, Gesund//Vital

Als Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt im hohen Alter von 96 Jahren starb, war er immer noch geistig fit. Schmidt trug seit Langem schon ein Hörgerät und bestätigte damit, was Forscher der Universität Bordeaux jetzt in einer Langzeituntersuchung über 25 Jahre herausgefunden haben: Liegt ein starker Hörverlust vor, leidet die geistige Leistungsfähigkeit unabhängig von Alter, Geschlecht und Bildung. „Wird der Verlust dagegen professionell versorgt, ist die geistige Leistungsfähigkeit ebenso gut wie bei normalhörenden Menschen“, erläutert Hörakustiker-Meisterin Nicole Meyer.

Hören ist Leistung des GehirnsHören mit den Ohren- verstehen mit dem Gehirn
Der Grund liegt in der Funktionsweise des Hörsinns. Was im Ohr als akustisches Signal ankommt, wird für uns erst verständlich, wenn die Nervenverbindungen des Hörzentrums es im Gehirn verarbeitet und interpretiert haben.
Die Nervenverbindungen müssen kontinuierlich angeregt werden, um zuverlässig zu arbeiten. Bleiben die akustischen Reize aus, geht ihre Aktivität zurück, das Gehirn kommt ‚aus dem Training‘ und vergisst. In der Folge ist es möglich, dass aus der Hörstörung kognitive Störungen entstehen. Verstärkend wirkt, dass sich Menschen mit verminderter akustischer Wahrnehmung häufig aus der Gesellschaft zurückziehen und vereinsamen. Fehlen anregende Gespräche, werden die Gedächtnisfunktionen kaum mehr trainiert.
Auf diese Weise erhöht ein Hörverlust auch indirekt das Demenzrisiko.
Hören mit den Ohren - verstehen mit dem Gehirn

Neuronale Verarbeitung gezielt stimulieren
Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass Hörsysteme dazu beitragen können, Demenz vorzubeugen. Durch die Versorgung mit einem Hörsystem sind die akustischen Reize plötzlich wieder da. Das Gehirn kann anfangen, zu trainieren, muss sich aber erst wieder daran gewöhnen. „Im übertragenen Sinne könnte man sagen, es muss die Reize erst wieder interpretieren lernen“, sagt Nicole Meyer.
Um diesen Vorgang zu unterstützen, hat der Qualitätsverband Pro Akustik ein spezielles Training entwickelt. Es unterstützt die neuronale Verarbeitung des neuen Klangbilds durch eine gezielte akustische Stimulation. So können sich die Kunden ganz entspannt an die neue Hörsituation gewöhnen. „Damit wird das Pro Akustik Hörtraining zu einem entscheidenden Bestandteil der Systemanpassung.“

Bewährtes Hörtraining zeigt Erfolg
Positive Erfahrungen sammelten die Kunden von Nicole Meyer bereits mit dem bewährten FonoForte Hörtraining. Dieses trainiert die grundlegenden Fähigkeiten des Gehirns, Tonsignale zu unterscheiden und klar voneinander abzugrenzen, um zum Beispiel Sprache klarer und deutlicher zu verstehen. Mit FonoForte kann jeder sein Verstehen verbessern, mit Hörsystemen oder ohne. Das Pro Akustik Hörtraining ist speziell für die Hörsystem-Anpassung gedacht.

Interessierte können jederzeit telefonisch einen Termin für ein Probe-Hörtraining bei Hörgeräte Meyer vereinbaren.