Neuste Ausgabe

Ein BISSchen Hollywood // September 2016

Kategorie(n): Gesund//Vital, Zahngesundheit

Der Begriff ‚Hollywood-Lächeln‘ wurde von einem Zahnarzt geprägt. Dr. Charles Pincus erfand in den 30er Jahren die sogenannten Veneers und verhalf den Stars der Traumfabrik zu makellosen Zähnen. Das ist aber schon länger kein Privileg mehr. Tatsächlich kann heutzutage jeder ein filmreifes Lächeln bekommen.
Der englische Begriff ‚Veneer‘ bedeutet ‚Furnier‘ oder ‚Fassade‘. Veneers sind hauchdünne, lichtdurchlässige Schalen aus Keramik, die mit Kunststoff an den sichtbaren Flächen von Frontzähnen befestigt werden. Sie können Verfärbungen überdecken, Lücken schließen, die Zahnform verändern und Zahnschäden, die durch Karies oder Unfälle entstanden sind, reparieren.
Substanzschonend, ästhetisch und langlebig Vor der eigentlichen Behandlung werden die Zähne professionell gereinigt. Alte Füllungen und Eckenaufbauten werden entfernt. Die eigentliche Präparation des Zahnes erfolgt sehr schonend und minimalinvasiv. Da die Veneers sehr dünn sind, wird nur sehr wenig bis gar keine Substanz vom Zahn abgetragen. Für die Präparation von Kronen, die die Zähne vollständig überkappen, muss wesentlich mehr Zahnsubstanz geopfert werden. Nach der Präparation wird ein Abdruck genommen und der Zahn wird bis zur Fertigstellung mit einem Provisorium versorgt. Der Zahntechniker stellt im Labor das Veneer aus Keramik her. Sowohl die Zahnform als auch die Farbnuancen müssen perfekt stimmen – es entsteht ein echtes Meisterwerk.
Das fertige Veneer wird zunächst anprobiert und der Randschluss, die Form und die Farbe werden kontrolliert. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, wird die Verblendschale m
it einem Spezialkleber dauerhaft mit dem Zahn verklebt. Veneers zeichnen sich durch ihr natürliches Erscheinungsbild und ihre Langlebigkeit aus. Studien belegen, dass nur circa zwei Prozent der Veneers nach sechs Jahren verloren gehen. Die Haltbarkeit ist so hoch, dass auch die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) das Verfahren längst anerkannt hat.

Veneers eignen sich zur Behandlung von:Unbenannt11

• Zahnverfärbungen, die sich nicht entfernen lassen

• sichtbaren Füllungen und Eckenaufbauten

• abgebrochenen Zähnen

• Zahnschmelzdefekten

• zu kurzen oder zu schmalen Zähnen

• zu großen Abständen zwischen den Zähnen

• kleineren Fehlstellungen
Die Versorgung mit Veneers ist nicht immer möglich. Für stark zerstörte oder wurzelbehandelte Zähne, oder Zähne, die mit sehr großen Füllungen versorgt sind, sind Veneers ungeeignet. In diesen Fällen muss der Zahn durch eine Krone stabilisiert werden.
… und die Kosten? Die Behandlung mit Veneers ist eine reine Privatleistung, die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen. Bei den privaten Versicherungen ist die Kostenübernahme abhängig von den vereinbarten Vertragsbedingungen.
Ihr Georg Stähn