Neuste Ausgabe

Bildersprache // März 2017

Kategorie(n): Lebensart, Schöner Wohnen

living room interior design with concrete wall and picture frames

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte? Zumindest kann die Wahl des Wandschmucks viel über die Bewohner erzählen. Dabei ist es bereits schon eine Kunst für sich, wie die jeweiligen Eyecatcher überhaupt an der Wand platziert sind. Großformatige Highlights dürfen meist für sich alleine wirken, schwieriger wird es schon, wenn man gleich mehrere Drucke, Fotos, Gemälde & Co. gekonnt in Szene setzen möchte.

Hier gilt grundsätzlich, dass Einrichtung, Deko, Wandfarben und Bildmotive harmonieren sollten. Wer zum Beispiel in warmen Erdtönen eingerichtet ist, sollte eben diese Nuancen auch im Wandschmuck aufgreifen, anstatt grelle oder helle Farben dominieren zu lassen. Möchte man sein Lieblingsstück besonders ausdrucksstark präsentieren, empfiehlt es sich, die Wand in einem seiner Farbtöne zu streichen, sodass die Fläche rund um das Bild wie ein riesiges Passepartout wirkt.

Auf Augenhöhe
Bei der Frage, in welcher Höhe Bilder oder Bildarrangements aufgehängt werden sollten, lautet die Faustregel: Orientieren Sie sich an Ihrer Augenhöhe, ein Drittel des Wandschmucks sollte sich über dieser imaginären Linie, zwei Drittel darunter befinden. Außerdem spielt auch das Mobiliar eine wichtige Rolle, schließlich sollten auch hier die Proportionen stimmen und die untere Bildkante immer höher als die beweglichen Möbel im Raum liegen.

Symmetrie auf ganzer Linie
Egal, ob Sie nun mehrere kleine, unterschiedlich große oder eine Gruppe größerer Bilder arrangieren möchten, Symmetrie sorgt immer für optische Ruhe. Denken Sie sich hier am besten eine Linie, die dann als Spiegelachse nach rechts und links oder nach oben und unten dient.

Grüppchenweise wirkungsvoll
Sie möchten eine Gruppe unterschiedlichster Bilder und Formate gemeinsam platzieren? Die populärste Methode ist hier die sogenannte ‚Petersburger Hängung‘. Sie geht auf die Opulenz der Sankt Petersburger Eremitage zurück, bei der unzählige edle Kunstwerke die Wände dicht an dicht bis unter die Decke zierten. Hier empfiehlt es sich, erst mit einem zentralen Stück zu beginnen und den Rest locker darum zu arrangieren. Kleiner Tipp: Machen Sie immer eine Probelegung am Boden, bevor Sie endgültig die Wände löchern.

Als Alternative dazu gilt die Hängevariante ‚Inside The Line‘. Hierbei arrangieren Sie Bildergruppen innerhalb eines gedachten Rahmens, zum Beispiel einem Oval, Recht- oder Dreieck. So wirkt die Anordnung locker, auf den ersten Blick fast schon willkürlich – aber immer unglaublich stilvoll und aufgeräumt.

Laura Dietel