Neuste Ausgabe

Düsseldorf – Vielfalt in R(h)einkultur // Juli – August 2017

Kategorie(n): Urbanes

Düsseldorf

Eigentlich ist das Leben hier am Niederrhein sehr beschaulich – meist ruhig, gemütlich und recht entspannt. Klar, Mönchengladbach hat natürlich schon einiges zu bieten: Kunst, Kultur, hochkarätige Konzerte und eine abwechslungsreiche Gastro- Szene sorgen dafür, dass auch hier der Alltag alles andere als grau und eintönig ist. Und wenn man dann echtes Metropolenflair genießen möchte, reicht schon eine kurze Fahrt nach Düsseldorf. Mondäne Schönheit am Rhein, Zentrum der Mode, kreativer Schmelztopf für Kunst und Architektur … Titel, die die Landeshauptstadt zwar treffend beschreiben, aber doch nur einen Ausschnitt der Palette widerspiegeln. Schon ein zweiter Blick reicht, um zu erkennen, dass es eigentlich nichts gibt, was es in dieser Stadt nicht gibt.

Am Puls der Zeit
Wer noch nichts von der Kö gehört hat, für den ist Mode-Design wohl auch ein Fremdwort. Vor allem die großen und namhaften Label aus aller Welt haben sich auf der Prachtallee in der Innenstadt angesiedelt – wenn man hier flaniert, geht es in erster Linie darum, zu sehen und gesehen zu werden. Doch auch, wenn Ihr Budget nicht in Luxus-Sphären schwebt oder Sie sich nicht nur auf textilem Gebiet bewegen möchten, lohnt sich ein Bummel durch Düsseldorf. Sowohl in den kleineren Straßen des Zentrums als auch in den großen Einkaufspassagen wie dem ‚Sevens – home of Saturn‘ findet man neben Gastronomie auch alle aktuellen Trends rund um Mode, Lifestyle und Technik.

Ab ins Grüne
Eine Großstadt ist nicht grün? Diese hier schon! In ganz Düsseldorf finden sich unzählige Alleen sowie kleine und große Parks – Nordpark, Hofgarten, Botanischer Garten an der Heinrich- Heine-Universität oder der Rheinpark in Bilk sind nur einige Orte, die die Herzen aller Naturliebhaber höherschlagen lassen. Und dann ist da natürlich noch der Rhein mit seinen malerischen Ufern, die eigentlich von jedem wichtigen Punkt aus schnell erreichbar sind. Und wer einmal auf den Promenaden und Naturwegen geschlendert, geradelt oder geskatet ist, erkennt schnell, wie wundervoll natürlich diese Stadt doch ist.

Stein gewordene Kreativität
Chic, elegant, hip und unglaublich eindrucksvoll – dies beschreibt nur oberflächlich die Quintessenz des Medienhafens. Hier hat sich nicht nur die Kreativszene rund um Medien und Design angesiedelt, nein, auch die Architektur selbst scheint direkt den Köpfen innovativer Querdenker entsprungen zu sein, wie vor allem die berühmten skulpturalen Gehry-Bauten beweisen. Dort, wo einst die Lagerhallen des alten Rheinhafens standen, herrscht heutige geschäftiges Szeneleben. Chice Bars und Restaurants reihen sich wie Perlen aneinander – auch hier präsentiert man sich gerne.

Rheinische Gastlichkeit
So elegant der Medienhafen sein mag, in Düsseldorf schlägt dennoch das Herz des Rheinlands. Hier ist definitiv nicht alles chic, hip oder mondän, denn auch die urige Gemütlichkeit ist hier zu Hause. Sei es an der längsten Theke der Welt, der Düsseldorfer Altstadt, sei es in den unzähligen Restaurants, Cafés und Bars, die eigentlich jeder Stadtteil zu bieten hat – die Landeshauptstadt lädt dazu ein, sich in ungezwungener Atmosphäre wohlzufühlen, nette Bekanntschaften zu knüpfen und einfach zu genießen.

Keine Frage der Kunst
Shopping – check, Kreativszene – check, Naturerlebnisse – check, Nachtleben – herrscht eigentlich rund um die Uhr … Und was ist mit der Kultur? Die ist tatsächlich eine der größten Stärken Düsseldorfs. Die Deutsche Oper am Rhein ist hier beheimatet, in der Tonhalle verwöhnten schon die größten Stars der nicht nur klassischen Musikszene die Zuschauer und auch Schauspieler finden an vielen Adressen wie unter anderem dem Schauspielhaus, Stadttheater oder der ‚Komödie‘ große und kleine Bretter, die für sie die Welt bedeuten. Besonders abwechslungsreiches Steckenpferd der Kulturszene sind darüber hinaus die insgesamt 26 (!) Museen und Ausstellungshäuser sowie über 100 Galerien der Stadt. Große Kunst zwischen Tradition und Moderne, von barock bis avantgardistisch – nicht nur die berühmten Beispiele wie das Museum Kunstpalast oder die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen decken sämtliche Facetten kreativer Schaffenskraft ab, auch Film, Fotografie, die Lebenswerke von Goethe oder Heine oder Medienkunst haben ihre eigenen Häuser.

Laura Dietel

Nach oben //