Neuste Ausgabe

Schlendern und Schlemmen // 2017 Winter 2018

Kategorie(n): Allgemein

Anders als im Sommer, wenn penibel auf die Strandfigur geachtet wird, ist die Lust auf herzhafte Schlemmereien im Winter groß. Ordentlich durchgefroren nach einem langen Spaziergang gibt es kaum etwas Besseres, als irgendwo urig einzukehren, Jacke, Schal und Mütze abzulegen und eine deftige niederrheinische Spezialität zu genießen. Dann geht nichts über Hausmannskost, über einen großen Teller Suppe oder frisch gebrutzelte Reibekuchen. Oder?

Muure Jubbel am Geropark
Ein Essen, das beim familiären Restaurantbesuch sowohl Oma und Opa, Mama und Papa als auch die Kleinsten bestellen? Muure Jubbel, ein deftiger Mix aus gestampften Kartoffeln und Möhren mit Speck, dazu hausgemachte Frikadellen mit oder ohne Senf. Kaum ein Essen, das niederrheinischer ist – und eine absolute Spezialität in der Brauerei Jöris, einem perfekten Ziel nach einem Spaziergang durch den Geropark. Gut-bürgerlich ist das Ambiente in diesem mehr als 100 Jahre alten Gebäude, gut-bürgerlich geht es auch insgesamt auf der Speisekarte zu, auf der neben den regionalen auch bayrische Spezialitäten zu finden sind.
www.brauerei-joeris.de

Reibekuchen im Naturpark
Einen Zufluchtsort zum Entspannen und zum Wohlfühlen wollen Eva-Maria Litzen, Ehemann Jürgen und Oma Renate den Besuchern bieten. Im Sommer kommen viele, die mit dem Fahrrad in Richtung Niederlande unterwegs sind, an der Gaststätte ‚Zur Fluchtburg‘ zwischen Kempen und Grefrath vorbei. Aber auch im Winter lädt dieses urgemütliche familiäre Restaurant zum Schlemmen ein: zum Beispiel nach einem Waldspaziergang im Winter durch ‚Horbes Bergske‘, einem schönen Abschnitt im Naturpark Schwalm-Nette. Am besten, man kommt donnerstags, denn dann ist Reibekuchen-Aktionstag. Ob mit Apfelmus, Rübenkraut oder Lachs – alle Klassiker stehen auf der Karte. Und das Beste: Für die fairen Preise gibt es quasi eine ‚Reibekuchen-Flatrate‘ – frittierte Kartoffelschnitze also bis zum Abwinken. Das führt natürlich dazu, dass der Magen nach einem Absacker ruft – und der folgt in Form des ‚Fluchtburgzaubers‘, einem Hochprozentigen, der brennend serviert wird, auf dem Fuße.
www.zur-fluchtburg.de

Suppe auf dem Gutshof
Stunden kann man an einem schönen Winter-Samstag auf dem historischen und denkmalgeschützten Gut Heimendahl in Kempen verbringen und sich das alltägliche Hofgeschehen, die Ernährungswirtschaft und das abwechslungsreiche Landleben mit vielen Tieren anschauen. Das alles aber mit viel Vorfreude auf die Mittagspause. Denn samstags ist hier Suppentag – und allein dafür kommen viele Menschen hierher. Der Suppentag in der Spinnstube und im Museumsraum ist seit 30 Jahren Tradition, der Suppenplan steht immer ein Jahr im Voraus fest. Am ersten Samstag im Monat ist die hausgemachte Erbsensuppe dran, in den übrigen Wochen variiert es. Und es lohnt sich. Danach kann man sich ja wieder den Tieren widmen, dem Hofleben und der herrlichen Landschaft – auch und gerade im Schnee ist es hier sehr zu empfehlen.
www.gut-heimendahl.de

Hähnchen im Hardter Wald
Hähnchen mit Pommes? Mit Krautsalat? Oder Brot? Natürlich gibt es im Fuchsbau auch andere Speisen, aber fast alle kehren hier wegen des goldbraun gebratenen Geflügels ein. Die Atmosphäre ist so wunderbar altmodisch. Aber warum auch etwas ändern? Hier schmeckt es seit mehr als 60 Jahren und gemütlich ist es auch hier mitten im Hardter Wald. Natürlich ist es im Sommer draußen im Biergarten sehr gemütlich. Aber nach einem Waldspaziergang am Kamin sitzen, unter dem riesigen Fuchs-Gemälde, das Ganze untermalt von Live-Musik – das könnte ein perfekter Sonntagnachmittag sein.
www.fuchsbau-mg.de

Grünkohl in der Bruchlandschaft
Ob Spaziergang durch die vereisten Heidemoore oder am (gefrorenen?) De-Witt-See entlang –
die Gegend rund um das Restaurant Alt-Bruch bietet typisch niederrheinisch-winterliche Bruchlandschaft. Dann, wenn die Zehen leicht gefroren sind und die Nase vor Kälte rot, wird es Zeit, auf diesem rund 400 Jahre alten Hof der Familie Gotzen in Kaldenkirchen an der niederländischen Grenze einzukehren und sich zunächst mit einem winterlichen Heißgetränk aufzuwärmen. Mit der Tasse in der Hand lässt sich die Speisekarte mit den zahlreichen lokalen Spezialitäten, vor allem den Grünkohl-Variationen, studieren.
www.hofcafe-alt-bruch.de

Himmel und Ääd in der Mennrathheide
Wer genug vom Trubel in der Mönchengladbacher City hat, den zieht es gerne raus in die ländlichen Gegenden der Stadt, zum Beispiel nach Mennrath. In der Mennrathheide kann man stundenlang durch die Felder schlendern oder sogar durch ein kleines Waldstück – Urlaub vom Stadttrubel also. Und wer bei diesem Spaziergang am Brauhaus Zum Stefanus vorbeikommt, der sollte dies als Wink des Schicksals verstehen und dort auch einkehren. Denn hier gibt es nicht nur die beliebten hausgebrauten Stefanus-Biere, sondern auch teils deftige Speisen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gibt es kaum etwas Besseres als den Niederrhein-Klassiker ‚Himmel und Ääd‘, also gebratene Blutwurstscheiben mit Röstzwiebeln, Stampfkartoffeln und Apfelkompott. Das stopft – und ist der Auslöser für einen weiteren Spaziergang. Diesmal ins Wickrather Wäldchen? Warum nicht! Danach könnte man ja nochmal ins Brauhaus … Lecker!
www.zum-stefanus.de