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Netzwerk mit PEP

Kategorie(n): Wirtschaft

Wie man Mönchengladbach sieht, ist eine Frage des Standpunkts. „Gladbach ist grau, hier ist nix los und Projekte funktionieren grundsätzlich nicht“, sagen die Pessimisten. „Mönchengladbach ist bunt, hier gibt es kreative Unternehmer und man kann eine Menge auf die Beine stellen“, halten die Mitglieder des Pepers-Clubs dagegen. 50 Unternehmer und Freiberufler vom bodenständigen Handwerk bis zum unkonventionellen Marketingstrategen haben sich in dem Netzwerk zusammengetan. Sie alle eint die Lust am Querdenken und der kreativen Gestaltung von Kooperationen über die Grenzen ihrer Branche hinaus – wie der Handwerksbetrieb, der das Niederrhein-Musikfestival unterstützt und dafür schon mehrere renommierte Preise aus Wirtschaft und Kultur erhalten hat.

„Das Ganze funktioniert nur über ein Geben und Nehmen“, sagt Holger Brinkmann-Sahm, Geschäftsführer der Marketing-Agentur Pep-Factory. Er ist Initiator und ‚Kümmerer‘, denn ein gutes Netzwerk braucht intensive Pflege, ist die Erfahrung des Marketing-Spezialisten. Dafür setzt der Pepers-Club auf monatliche Treffen und kurze Informationswege. „Die Treffen sind immer ganz locker. Wir besprechen dabei Projekte, helfen uns gegenseitig, hören Vorträge zu aktuellen Themen oder besuchen interessante Unternehmen“, sagt der Koordinator. Denn von ihren Geschäftserfolgen können die Pepers-Mitglieder gegenseitig profitieren.

Um eine Atmosphäre zu schaffen, in der kreative Ideen entstehen können, setzt der Club auf freiwilliges Engagement. Die Teilnahme an den Treffen ist optional – wie es die Anforderungen des eigenen Unternehmens erlauben. Auch ist die Mitgliedschaft nicht an feste Laufzeiten gebunden. „Man kann monatlich aussteigen“, sagt Holger Brinkmann-Sahm. Aus den 15 Mitgliedern bei der Gründung 2005 sind inzwischen 50 Unternehmer geworden. Bei der Auswahl der Partner achtet der Pepers Club vor allem auf Qualität. Dafür garantiert er für die meisten Branchen Exklusivität. „Je mehr verschiedene Branchen wir in dem Zusammenschluss haben, umso mehr können wir für Endverbraucher entwickeln“, sagt der Netzwerker.

Daraus entstehen neue Plattformen, wie der Mönchengladbacher Gesundheitstag im Dorint Parkhotel. Der ist in den knapp zehn Jahren seines Bestehens von einer relativ kleinen Informationsveranstaltung zu einem großen Event geworden, bei dem 30 Partner über 80 Themen rund um die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden präsentieren. Das Spektrum reicht dabei von der gesunden Ernährung und der richtigen Zahnpflege über die Messungen verschiedener Werte bis hin zum ökologischen Wohnen. Fast nebenbei entstehen zwischen den Mitgliedern kleinere Kooperationen: Ein Reiseveranstalter präsentiert seine hochwertigen Reisen in den Räumen eines Juweliers, dazu liefert ein Restaurant das Catering. „Alle Partner können dazu ihre Kunden einladen, so ergeben sich Synergien“, erklärt Holger Brinkmann-Sahm. „Es geht dabei nicht nur um das eigene Geschäftsinteresse, sondern darum, sich in sinnvolle Projekte einzubringen und dem Kunden so Produkte anzubieten, die Spaß machen.“

Diese Art der Zusammenarbeit baut der Pepers Club auch jenseits des internen Kreises aus. Zusammen mit Eugen Viehof, erster Vorsitzender der Initiative Clean up MG, hat Holger Brinkmann-Sahm zum Beispiel eine enge Kooperation beider Netzwerke ins Leben gerufen. Ein Engagement ganz im Sinne des Pepers Club: Sich an sinnvollen Projekte zu beteiligen, die Mönchengladbach voranbringen. Garnet Manecke

PEP FACTORY GMBH 
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