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Eine neue Optik für Auto und Küche

Kategorie(n): Schöner Wohnen

Es zischt in der Kabine. Fahrzeuglackierer Dominik Endemann hat sich einen grauen Ganzkörperanzug übergestreift. Mit Schutzmaske vor dem Gesicht greift er zur Lackierpistole. Ein feiner schwarzer Sprühregen legt sich in einer dünnen Schicht gleichmäßig auf die Autotür. Die hat der 22-Jährige auf einem Gestell fixiert. Insgesamt werden vier Schichten aufgetragen: Auf den Basislack folgen eine Lage Unilack und zwei Lagen Klarlack. Ein Prinzip, das man nicht nur bei Autoteilen anwenden kann, dachte sich Reiner Brenner, Inhaber der gleichnamigen Werkstatt für Karosseriebau und Fahrzeuglackierungen. Auch Küchenmöbeln gibt der 59-Jährige mit seinem Team eine neue Optik. Dazu muss vorab nur die Lackierfähigkeit der Oberfläche getestet werden.

Auf die Idee mit den Küchenmöbeln hat ihn ein Schreiner gebracht. „Immer wieder fragen Schreiner nach Lackierarbeiten“, sagt der Geschäftsmann. „Wenn der Untergrund lackierfähig ist, ist das kein Problem.“

Die Möglichkeiten der Farbgestaltung sind vielfältig. „Zwischen drei und 44.000 verschiedene Farbtöne können dargestellt werden“, sagt Reiner Brenner. „Im Prinzip können alle diese Farben auch bei Küchenfronten angewendet werden. Nur die praktischen Anforderungen setzen Grenzen, weil die Flächen ja den Alltagsansprüchen gerecht werden und pflegeleicht sein müssen.“ Während Metallic-Effekte bei den Kunden für die Küche nicht so gefragt sind, erfreuen sich die Farbtöne Creme, Schwarz, Weiß und Rot großer Beliebtheit.
Das funktioniert nicht nur mit Küchentüren & Co.: Auch Gartenmöbel können auf diese Weise renoviert werden.

Diese Art der Möbelaufbereitung wird nicht aktiv beworben. „Die Auftraggeber werden durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf uns aufmerksam“, sagt der Unternehmer. „Insgesamt macht die Möbelaufbereitung etwa drei Prozent unseres Auftragsvolumens aus. Unser Kerngeschäft liegt bei der Reparatur von Glas-, Lack- und Unfallschäden an Kraftfahrzeugen.“

Vor 29 Jahren hat Reiner Brenner sein Unternehmen gegründet. Mit einem Mitarbeiter hat er  in einer 500 Quadratmeter großen Halle begonnen. Heute beschäftigt er 26 Mitarbeiter in der rund 3.000 Quadratmeter großen Werkstatt in Mönchengladbach. 1997 wurde die Zweigniederlassung in Brüggen eröffnet.
Vier Karosserie- und Fahrzeugbaumeister und ein KFZ-Meister gehören zum Team, zurzeit werden fünf Auszubildende zu Fahrzeuglackierern und Karosseriebauern ausgebildet. Zwei Lackierkabinen und drei Trockenplätze stehen zur Verfügung. Zwischen ein und eineinhalb Stunden dauert es, bis ein Teil komplett fertig gestellt ist. „Zwischen den Lackiervorgängen müssen die Teile jeweils rund zehn Minuten ablüften“, sagt Roger Nauen, Leiter der Lackiererei. „Bei Metallic-Lackierungen dauert es etwas länger.“

Vom Abholen des Fahrzeugs von der Unfallstelle bis hin zur Fertigstellung und einer Mobilitätsgarantie reicht das Angebot des Unternehmens. „Während das Auto hier repariert wird, bieten wir unseren Kunden kostenlos einen Ersatzwagen an“, sagt der Unternehmer.

Für die Möbelaufbereitung bietet das Unternehmen auf Kundenwunsch ebenfalls einen Komplettservice an. „Wir arbeiten für den fachgerechten Ab- und Aufbau und dem Transport mit Schreinereien zusammen“, erklärt der Geschäftsmann. Damit Auto wie Küche nach der Aufbereitung in neuem Glanz erstrahlen.

Garnet Manecke

Reiner Brenner
Karosseriebau u.
Autolackierungs GmbH
Hehner Straße 77 // MG
Fon 02161.300300
www.reiner-brenner.de