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Wie man den Tresor entsorgt

Kategorie(n): Wirtschaft

Es ist schon manchmal erstaunlich, was die Teilnehmer am Frühjahrsputz der Initiative Clean-up-MG, die Umweltpaten und die Mitarbeiter der GEM beim Saubermachen so alles in Wald und Flur finden. „Einmal wurde aus dem See im Volksgarten sogar ein Tresor geborgen“, erinnert sich Wilfried Theißen, Betriebsleiter beim städtischen Entsorger GEM.

Das Kuriose: Die Entsorgung von Sperrmüll, Elektrogeräten und Schutt in wilden Müllkippen ist nicht nur illegal, sondern macht in der Regel auch viel mehr Mühe als die legale Entsorgung. Denn um Matratzen, Schrankwände, Kühlschränke, Autoteile, Fahrradgestelle oder Schutt  mitten im Wald zu entsorgen, muss der Standort angefahren und der Müll mit viel schweißtreibendem Aufwand in die Grünanlage transportiert werden. „Dabei könnte man die meisten Sachen kostenlos ganz einfach an einer der zwei Abfall- und Wertstoffannahmestellen der GEM abgeben“, sagt Wilfried Theißen.

Einmal im Jahr verteilt die GEM den Abfallkalender an alle Haushalte in Mönchengladbach. Auf 24 Seiten sind genau Abholtermine für Restmüll- und Biotonnen, für die Altpapiersammlung, die Abholung der Gelben Säcke, die Grün- und Weihnachtsbaumabfuhr sowie die Sonderabholtermine für Elektroaltgeräte aufgeführt. Reich bebildert wird genau erklärt, welcher Müllart Flaschen, Spielzeug, Speisereste, Verpackungen, Chemikalien, Papiere oder Küchenabfälle zugeordnet werden. Sperrmüll wird nach Terminvereinbarung kostenlos abgeholt. Auch die Adressen und Öffnungszeiten der Annahmestellen der GEM können im Abfallkalender nachgelesen werden. An zwei Standorten, im Luisental/Geistenbeck und am Heidgesberg im Nordpark, können alte Möbel, Elektrogeräte, Autoreifen, Sanitärkeramik, Teppiche und Matratzen, Hausrat und Spiegel abgegeben werden. Die Annahmestelle Heidgesberg nimmt auch Leuchtkörper an. Dazu ist regelmäßig das Schadstoffmobil in der Stadt unterwegs, an dem Stoffe wie Farbreste, Batterien, Elektrogeräte und Chemikalien abgegeben werden können.

Die Abgabe bei den Sammelstellen fördert nicht nur ein sauberes Stadtbild, in dem sich Bewohner wie Besucher wohlfühlen. Die wilde Entsorgung von Müll kann auch gesundheitsschädlich oder sogar lebensgefährlich sein. „Uns hat einmal jemand eine Kiste scharfer Munition vor die Tür gestellt“, berichtet Wilfried Theißen. „Wir haben dann den Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung gerufen.“ Und auch Tierkadaver haben die Umweltpaten der Initiative Clean-up-MG schon gefunden. „Tote Tiere werden bei uns ordnungsgemäß aufbewahrt und von einem Unternehmen, das die anschließende Tierbeseitigung durchführt, abgeholt.“ Die fachgerechte Entsorgung ist wichtig, weil Tierkadaver eine Brutstätte für Seuchen sein können.

Wer sich nicht sicher ist, wie er zum Beispiel Fleischprodukte aus einer ausgeräumten Tiefkühltruhe oder Tapeten- und Teppichreste der letzten Renovierung richtig entsorgt, kann sich telefonisch bei der GEM erkundigen. „Das kann ja auch anonym geschehen“, sagt der Müll-Experte. Die Beratung wird sowohl für Privathaushalte als auch für Gewerbebetriebe angeboten.

Aber auch wer kein drängendes Entsorgungsproblem hat, kann die Stadt-sauberkeit unterstützen. „Jeder hat eine andere Wahrnehmung und sieht etwas anderes“, sagt Wilfried Theißen. Wer eine wilde Müllkippe entdeckt oder irgendwo Verunreinigungen sieht, kann sich an die GEM wenden. „Wenn wir davon erfahren, rücken unsere Mitarbeiter aus, um alles wieder sauber zu machen“, versichert
Wilfried Theißen.

Garnet Manecke

 

GEM
Gesellschaft für Wertstofferfassung,
Wertstoffverwertung und Entsorgung
Mönchengladbach mbH

Abfallberatung für Privathaushalte
Fon 02161.491043

Hotline ‚Wilde Müllablagerung‘
Fon 02161.259525