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Technik & Mehr // EINE NEUE ART ZU ARBEITEN

Kategorie(n): Technik//mehr, urbano//Themen

Das iPad könnte unsere Arbeitsweise revolutionieren, davon ist Holger Joseph von Joseph Computer + Service überzeugt. Schon jetzt ist der Tablet-PC aus dem Hause Apple aus vielen Bereichen des öffentlichen Business-Lebens nicht mehr wegzudenken – Entwicklungstendenz steigend.

Es ist eine Szene, die eher an einen Science Fiction-Film erinnert. Doch es ist eine Baustelle in Mönchengladbach im September 2012. Der Rohbau ist fertig, die junge Familie kann sich nicht recht auf eine Farbe für die Wohnzimmerwand einigen, vor der zukünftig der Kamin stehen wird. Also hält der Malermeister sein iPad hoch und drückt auf den Auslöser. Es entsteht ein Foto, das in die App eines großen Farbenvertriebs transportiert wird. Die Software erkennt die Wände auf dem Foto und mit nur einem Fingertipp lassen sich auf dem Bildschirm des iPad die verschiedensten Farbmöglichkeiten realitätsnah darstellen.

„Das iPad verändert die Art, wie wir arbeiten“, sagt Holger Joseph. Seine Begeisterung für den revolutionären Tabletcomputer kann der Geschäftsführer von JCS, Joseph Computer + Service, kaum verbergen. Sein Unternehmen vertreibt als Premium Reseller die Produkte aus dem Hause Apple und bietet Komplettlösungen für Privatpersonen und Firmen aus einer Hand an. Josephs Mitarbeiter können dank ihrer langjährigen Erfahrung alle Fragen zur Mac-Plattform bis ins kleinste Detail beantworten.

Man merkt schnell, dass der Diplom- Betriebswirt überzeugt davon ist, dass die Zukunft diesem nur 24 Zentimeter hohen, 18 Zentimeter breiten und nur einen Zentimeter dicken Technik-Wunder gehört. „Die Vorteile eines iPads kann man sich in eigentlich jedem Beruf zunutze machen“, so Joseph. „Was überhaupt möglich ist, wissen nur die Allerwenigsten.“ Wir sitzen in der JCS-Geschäftsstelle am Dohrweg in Mönchengladbach, und Joseph nennt ein Dutzend Beispiele von Unternehmern, die das iPad nutzen und sich das vor wenigen Monaten noch überhaupt nicht vorstellen konnten.

Er erzählt von Optikern, die mithilfe einer speziell entwickelten Software im iPad die optimale Abmessung einer neuen Brille bestimmen können. Von Gutachtern, die den Energieausweis für ein Haus mit dem iPad in der Hand online erstellen, auf dem Bildschirm unterschreiben und das fertige Dokument per pdf-Datei auswerfen können. Von Klempnern, die schnell ein Foto eines Rohrbruchs machen, es dem Chef schicken und über die Video- Telefonie FaceTime absprechen, was zu tun ist.

Die Liste ließe sich unbegrenzt fortsetzen. „Es gibt aktuell weit mehr als 300.000 Apps für das iPad“, sagt Joseph. „Natürlich sind auch viele Spielereien dabei, aber auch sehr viele interessante Dinge. Und es ist momentan so viel in Bewegung, es werden täglich neue Programme entwickelt.“ Was am Anfang immer zählt, ist eine Idee und der Wunsch, die Arbeitsabläufe im eigenen Unternehmen zu optimieren. Das geht natürlich am einfachsten durch größere Mobilität. Der Versicherungsvertreter braucht keine Berge an Aktenordnern mehr, der Maler keine Farbmustermappen und der Architekt nicht einmal mehr eine Tasche. Denn Dokumentationen oder Baupläne sind als Datei auf dem iPad nicht nur leicht zu transportieren, sondern lassen sich bei Bedarf auch leichter aktualisieren.

Holger Joseph sieht sich selbst als Bindeglied zwischen dem Kunden und der gewünschten Software und hilft bei der Umsetzung einer guten Idee. Er ist auf dem neuesten Stand, was die iPad- Nutzung in Unternehmen angeht, kennt die aktuellsten Trends und verfügt über gute Kontakte zu App-Entwicklern. Ganz egal, ob es um Dokumente und Dateien, um Präsentationen, Meetings oder Business Intelligence geht: Joseph und sein Team erzählen in einem persönlichen Gespräch noch mehr über die vielfältige Einsatzmöglichkeit des iPad im Business. Als Apple-Premium-Reseller versorgt er den interessierten Kunden zudem nicht nur mit der nötigen Hardware, sondern zeigt auch Wege zur einfachen Integration ins Unternehmen und kostengünstigen Verwaltung und Aktualisierung beliebig vieler iPads auf.

„Ich glaube, dass es den PC im Büro nach wie vor geben wird. Aber das mobile Computing verändert sich“, sagt Joseph. „Das iPad wird den Laptop im Außendienst in vielen Branchen ersetzen oder überflüssig machen.“ Die Möglichkeiten des iPads scheinen nahezu unbegrenzt; es kann sogar bei Besprechungen und Konferenzen aushelfen, wenn eine Person nicht anwesend sein kann: Mit dem Tablet und unterstützt durch mobile Meeting-Apps, wie FaceTime, GoToMeeting oder WebEx lassen sich virtuelle Meetings durchführen, die genauso spontan und unkompliziert sind, als wenn der Gesprächspartner gegenüber säße. Es können freigegebene Inhalte und Folien angezeigt werden, Diskussionen mit den Teilnehmern sind per Instant-Messaging möglich.

Auch für Präsentationen ist das iPad bestens geeignet. Es lässt sich leicht an andere Displays oder Projektoren anschließen, und schon kann per Bildschirmsynchronisation alles gezeigt werden, was auf dem iPad sichtbar ist. Alternativ lässt es sich auch als drahtlose Steuerung für eine Präsentation nutzen.

Ein weiteres Beispiel: Manches Krankenhaus organisiert und dokumentiert die Patientenvisite auf den einzelnen Stationen via iPad. Alle wichtigen Patientendaten können auf dem Tablet eingesehen werden, inklusive Röntgenbilder und Filme von Ultraschalluntersuchungen. Die Ergebnisse der Visite werden direkt im Krankenzimmer vermerkt und stehen so allen    Pflegern und Ärzten sofort zur Verfügung. Der Chefarzt kann den Befund ins iPad diktieren, mithilfe der Spracherkennung wird das Gesagte in einen Text umgewandelt. Auf diese Daten kann man jederzeit und von überall zugreifen, sie bearbeiten und speichern – genau, wie man es vom Computer gewohnt ist. Der Vorteil beim iPad: Das fortschrittliche Betriebssystem iOS 6 sorgt gemeinsam mit der iCloud dafür, dass die Daten auf allen mobilen Endgeräten synchron und aktuell sind.

„Das iPad hilft in vielen Geschäftsbereichen, die Arbeitsabläufe zu vereinfachen. Aus einem mit Akten, Mustern und Katalogen gefüllten Kofferraum eines Vertreters wird ein leerer, Daten lassen sich spielend leicht synchronisieren“, sagt Joseph. „Und es lässt sich mit diesem kleinen Gerät ein Vorgang von der Angebotserstellung bis zum Vertragsabschluss durchführen – inklusive Unterschrift und Auftragsbestätigung per pdf-Datei. Das iPad kann für jeden Beruf nützlich sein, ganz egal, ob es ein kaufmännischer oder handwerklicher ist. Das iPad kann unglaublich viel, der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Wie heißt es so schön: „Entdecke die Möglichkeiten.“

mle